Die verschwundenen Kinder – Gillian Philip


Serie:
 Ravenstorm Island 1
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: FISCHER KJB (25. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3737352130
Preis: EUR 9,99
ASIN: B01886J8FA
Preis: EUR 9,99
Come in: Bücherei

Inhalt

Da ihre Eltern als Zauberer auf Tour sind, sollen die Geschwister Molly und Jack den Sommer bei ihren Verwandten auf Ravenstorm Island verbringen. Diese haben dort ein Schloss gekauft, das sie renovieren wollen. Auf dem Flug lernen sie ihren Cousin Arthur kennen, der aber erstmal unsympathisch wirkt. Die Insel ist wunderschöne, doch es scheint, als würde es außer ihnen keine Kinder dort geben, nur Statuen, die diese darstellen. Immer wieder bekommen sie Kinder Warnungen vor dem Nebel, bis sie tatsächlich in diesen geraten. Als er sich lichtet, ist Jack verschwunden und niemand außer Molly und Arthur scheint sich an ihn zu erinnern. Natürlich lassen sie es nicht so auf sich beruhen und beginnen mit der Suche. Allerdings müssen sie schnell feststellen, dass Ravenstorm Island so manche Geheimnisse parat hält.

Meine Meinung

Die Geschichte beginnt mit dem Flug nach Ravenstorm Island. Von oben wird ein Überblick über die Insel gegeben, sodass der Leser mitbekommt, was es ungefähr zu sehen oder zu besuchen gibt. Hier treffen sich auch schon die Protagonisten Molly, Jack und Arthur, die sich aber erstmal nicht wirklich mögen, aber dann feststellen müssen, dass sie miteinander verwandt sind.

Schloss Ravenstorm ist gerade das neuste Projekt der Wolfreys und genau hier sollen die drei nun ihre Ferien verbringen. Vieles ist noch nicht fertig und wirkt daher leicht unheimlich und vollgerümpelt. Dann sind da auch noch die Gargoyles, dich auch irgendwie gruselig sind.

Zum Schloss gehört auch der seltsame Butler Mason, der scheinbar vieles sieht und Dinge bzw. Vorgänge erkennt, die anderen verborgen bleiben. Er sorgt sich um die Kinder und versucht sie zu beschützen. Molly wird schnell klar, dass dieser Mann mehr weiß, als er offenbart und höchst wahrscheinlich auch ein Geheimnis hütet.

Molly und Jack sind Geschwister, deren Eltern als Zauberer auftreten und damit durch die Welt touren. Da sie nicht unbedingt dabei sein müssen, sollen sie zu ihren Verwandten. Sie selbst sind auch von der Zauberei begeistert. Mit ihren 12 hat Molly die Verantwortung für Jack, der selbst gerade Mal 4 ist und seine Nase gerne überall reinsteckt. Ihm immer hinterher zu sein, ist gar nicht so leicht. Doch obwohl Molly manchmal von ihrem Bruder genervt ist, würde sie alles tun um ihn zu schützen, auch wenn sie ihn dazu belügen muss.

Arthur kommt gerade aus dem Internat und ist nicht sonderlich erfreut, dass seine Cousine und sein Cousin bei ihnen wohnen sollen. Er fühlt sich von seinen Eltern eh schon wenig beachtet und nun soll er die Aufmerksamkeit teilen. Dazu ist seine Mutter auch noch schwanger. Doch schnell entwickelt sich eine Freundschaft zwischen ihnen, besonders mit Molly, da sie ja gleich alt sind.

Als dann auch noch Jack im geheimnisvollen Nebel verschwindet, begeben sich Molly und Arthur auf Spurensuche. Sie beginnen immer mehr zu hinterfragen, suchen noch Hinweisen und lassen sich von nicht und niemandem aufhalten. Dabei entdecken sie, dass Ravenstorm Island scheinbar wahre Magie in sich birgt. Leider wird diese gerade gegen die Bewohner angewandt, die davon nicht wissen. Sie vergessen alles, auch wenn nicht klar ist weshalb. Molly und Arthur vergessen aber nicht, merken daher, dass es auch andere wie sie gibt. Doch warum schweigen sie? Was verbergen sie?

Es wird ein interessantes und spannendes Abenteuer für die zwei, bei dem sie zusammen wachsen. Ihre Freundschaft wird enger und sie bringen so manch unglaubliches ans Licht. Nach und nach entdecken sie die Magie und die damit verbundenen Schwierigkeiten. Es wird immer nur ein Teil nach dem anderen offenbart, wodurch es für die Kinder verständlicher ist. Ihnen ist klar, dass die Erwachsenen ihnen kaum glauben würden, daher kämpfen sie sich allein durch und beweisen großen Mut. Sie finden allerdings auch ungewöhnliche Verbündete, die ihnen mit Wissen beistehen.

Gillian Philip hat die Handlung so konstruiert, dass junge Leser an ihr ihren Spaß haben dürften. Es gilt Geheimnisse zu lüften, Rätsel zu lösen und an Orte vorzudringen, die im Verborgenen liegen. Dabei sollen der Entdeckergeist geweckt und die Neugier angeregt werden. Philip schreibt über Freundschaft und Familie, wie wichtig Vertrauen und Zusammenhalt sind, und vor allem über den Mut für andere Risiken einzugehen und sich um sie zu sorgen. So entsteht eine fantastische Geschichte, hinter der sich doch mehr verbirgt, als auf den ersten Blick erkennbar ist.

Fazit

Eine schöne Geschichte für junge Leser, bei der die Freunde Molly und Arthur in ihren Sommerferien unglaubliche Abenteuer erleben. Bei der Suche nach der Rettung der verschwundenen Kinder entdecken sie die geheime Welt von Ravenstorm Island. Noch ahnen sie nicht, dass das Lösen dieses Rätsels erst der Beginn von unvergesslichen Erlebnissen sein wird.

 

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