Die HomBuch – Eine kleine aber feine Buchmesse

Mitte September fand im saarländischen Homburg die inzwischen 9. HomBuch statt. Ich hatte bereits von dieser Buchmesse gehört, sie allerdings noch nie besucht. Als dieses Jahr also Jessi von Freakin Minds mich spontan fragte ob ich Lust hätte mit ihr zur Messe zu fahren, sagte ich einfach zu. Mal ehrlich, als Buchmensch lässt man sich eine solche Gelegenheit nicht entgehen.
Ich hatte keine Ahnung was mich erwarten würde, aber am Ende war es wirklich interessant. Natürlich lässt sich eine solche Messe nicht mit den großen in Frankfurt und Leipzig vergleichen, allein schon von der Menge der Aussteller, doch gerade diese kleine Runde erlaubt es sich mit den Menschen mehr zu unterhalten.

Samstag 14.09.
Am Samstag ging das Abenteuer Buchmesse also los. Wir haben uns keinen Stress gemacht und erstmal das Programm zusammen studiert. Schließlich war es doch wichtig einen Plan zu haben. Welche Stände würden da sein? Welche Verlage sind vertreten? Und natürlich, bei welchen Autoren wir unbedingt vorbeischauen müssten. Das Tolle an dieser kleinen Messe ist ja, dass viele, sagen wir mal “kleine”, Autoren auch da sind und man direkt mit ihren sprechen kann, was man sonst vielleicht nur über das Internet macht.
So haben wir Jennifer Grimm getroffen, mit Melanie Reichert über ihr neues Buch gequatscht und bei Sandra Baumgärtner einen kleinen Sekt genossen. Natürlich ist dabei auch das ein oder andere Buch eingezogen, ist ja nicht so, als drohe der SUB einen bereits zu erschlagen.
Tja, danach begannen die wirklich schwierigen Entscheidungen. Welche Lesungen sollen wir besuchen? Gar nicht so einfach, denn es gab eine großen und wirklich gute Auswahl. Letztendlich sind wir aber zu Vincent Kliesch gegangen. Jessi hat eine Vorliebe für Krimis und Thriller, daher war es perfekt. Sie hatte das vorgestellte Buch “Auris“, das Vincent Kliesch zusammen mit Sebastian Fitzek geschrieben hat, bereits gelesen oder eher gehört. (Der Link führt zu ihrer Rezi.) Ich muss sagen, dass nach der Lesung selbst ich neugierig geworden bin. Vielleicht werde ich mich auch irgendwann daran wagen, denn das Thema schien ungewöhnlich und doch echt fesselnd.
Irgendwann waren wir dann aber echt fertig. Obwohl die Messe recht klein ist, sind es doch viele Eindrücke. Daher machten wir Schluss und gönnten uns einen großen Becher Eis.

Sonntag 15.09.
Also, den Sonntag hatten wir schon längst vorgeplant, denn an diesem Tag fanden zwei Lesungen statt, zu denen wir unbedingt wollten. Die Karten hatten wir uns also bereits zuvor besorgt.
Diesmal trafen wir uns recht früh, so hatten wir noch Zeit zusammen zu frühstücken, eher die Lesungen begannen. Wir waren recht früh dran, auch wenn wir uns kurz verfahren hatten. Ich muss gestehen, ich beneide Jessi darum, dass sie sich so gut auskennt. Ich komme ohne Navi leider nirgendwo hin. Zu Fuß verlaufe ich mich kaum, aber mit dem Auto ist es irgendwie anders.
Jedenfalls begann um 11 Uhr das Fantasy-Special mit Markus Heitz und Michael Peinkofer. Sie stellten ihre neusten Bücher vor. Michael Peinkofer hatte den zweiten Band von Phönix dabei, während Markus Heitz die zweite Staffel von Doors vorstellte.
Beide Herren gehören zu meinen liebsten Fantasy Autoren, daher war es wirklich toll sie auch mal in echt zu treffen und ihnen zuhören zu können. Diese Lesung war absolut meins. Sie haben sie unglaublich witzig gestaltet, vor allem Markus Heizt, der aus dramaturgischen Gründe so manches Mal die gelesene Szene unterbrechen musste, um die Spannung aufrecht zu halten. Zu lachen gab es auch viel, da es wohl den ein oder anderen jüngeren Zuschauer gab, weshalb er uns nur die FSK 12 Variante seines Buches geben konnte, deshalb taten sich die Charaktere manchmal sehr weh, jedoch ohne Einzelheiten. Die durfte nur Michael Peinkofer nachlesen, der Rest ist gezwungen sich das Buch zu holen. Nach der Vorstellung ihrer Bücher haben sich beide noch viel Zeit genommen die Fragen der Besucher zu beantworten, was sehr interessant war. Dabei kam übrigens heraus, dass scheinbar viele der Fantasy-Autoren einen sehr ähnlichen Lebenslauf vorweisen können. Woran das wohl liegt?

Kurz nachdem die Fantasy-Autoren die Bühne räumten, begann auch schon die nächste Lesung. Diesmal ging es um Krimis.
Der Tatort-Schauspieler Miroslav Nemec stellte seinen zweite Krimi vor, in dem er selbst die Hauptrolle spielt. Ich muss sagen, ich kannte weder ihn, noch sein Buch. Es ist auch nicht wirklich mein Genre, aber die Lesung war nicht schlecht gemacht. Anders als seine Vorgänger nahm er sich allerdings keine Zeit, um Fragen der Zuhörer zu beantworten, was aber nur wenige zu stören schien. Hinterher gab er aber fleißig Autogramme und stand für Fotos zur Verfügung.
Versteht mich jetzt bitte nicht falsch, die Lesung war echt gut. Der Mann kann lesen und erzählen, aber ich muss zugeben, dass mich das Buch nicht packen konnte. Für meinen Geschmack passierten dem Nemec im Buch viel zu viele Zufälle.

Schließlich, nach ca. 6 Stunden in dieser Halle, waren wir einfach nur noch fertig. So interessant es auch war, war es auch irgendwo anstrengend, daher war klar, dass wir hier den Schlussstrich ziehen. Nach einem kleinen Snack zog es und Heim auf die Couch zu den schönen neuen Büchern um in ihren Welten zu versinken.

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