One Shot Love – Patricia Rabs



eBook: 94 Seiten
Verlag: Carlsen bittersweet (15. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ASIN: –
Preis: ~ derzeit nicht verfügbar ~
Come in: Kauf

Inhalt

Eine Reise nach Japan könnte so schön sein, wäre man nicht die Begleitung seines Vaters bei seinen geschäftlichen Treffen. Und so findet sich Hannah in Kobe wieder, wo sie gezwungen ist Akiyama-San und dessen Sohn bei einem Essen kennenzulernen. Zum Glück verstehen sie und Koichi sich auf Anhieb und seine Einladung der Langeweile zu entkommen, nimmt Hannah nur allzu gerne an. Doch während Koichi ihr einen Teil seiner Heimat zeigt, kommen sie sich näher, was ihren Vätern aber so gar nicht zu gefallen scheint.

Meine Meinung

Japan ist ein Land, das ich nur allzu gerne mal besuchen würde, weshalb mich dieses bittersweet extrem neugierig gemacht hat. Die Tatsache, dass die Autorin auch für zwei Jahre in dem Land lebte, versprach schon mal einiges. Nach der Lektüre der Kurzgeschichte muss ich allerdings sagen, dass ich enttäuscht bin, denn die Beschreibung des Landes beinhaltete für mich nur Klischees und nicht wirklich was Aufregendes oder Unbekanntes.

Wir treffen hier die Protagonistin Hannah, die diesmal gezwungenermaßen mit ihrem Vater nach Japan gekommen ist. Sie ist genervt, dass es nicht wie immer nach Tokyo geht, sondern ins langweilige Kobe. Zu allem Übel muss sie auch noch an dessen Geschäftsessen teilnehmen. Ihr Lichtblick ist jedoch der attraktive Koichi, der wie sie, unfreiwillig an dem Ganzen teilnimmt. Als man vorschlägt, dass er ihr den Ort zeigen soll, sind beide wenig begeistert, doch schnell haben sie Spaß und kommen sich dabei näher.

Ich muss gestehen, dass die Annäherung zwischen Hannah und Koichi der Punkt ist, der mich an der ganzen Handlung am stärksten gestört hat. Dass die Protagonistin sich näher kommen werden, war natürlich von Anfang an klar, das Tempo ist entscheidend. Und hier ging alles viel zu schnell. Sie haben sich am Abend zuvor getroffen und am nächsten Tag knutschen sie schon miteinander als wäre es absolut selbstverständlich. Die kindliche Schwärmerei davor, mit “hach, er nimmt meine Hand” oder “er umarmt mich”, ist auch nicht gerade hilfreich.

Wie bereits erwähnt, konnte die gelieferte Beschreibung von Japan auch nicht sonderlich überzeugen. Klar, die ein oder andere Ortsbeschreibung lieferte einen gewissen Blick auf die Landschaft, doch solche detailverliebten Momente waren eher selten. Mich macht dieser Punkt so traurig, weil Koichi Hannah versprach ihr sein Japan zu zeigen, das sicherlich nicht nur auf Tokyo besteht und dem allseits bekannten Sushi und Mochi. Daraus ist aber so gut wie nichts geworden. Das Paar besucht ein Tempelfest, macht in einem Fotoautomaten gemeinsame Bilder und geht zum Karaoke. Von jemandem, der in dem Land gelebt hat, hätte ich mehr erwartet als den typischen Inhalt eines Shojo Mangas.

Versteht mich nicht falsch, Patricia Rabs hat einen angenehmen Schreibstil, sie kann an sich gut erzählen. Mich stört eher der Inhalt, der sicherlich hätte besser sein können. Trotz all der Klischees dem Land gegenüber, liegt der Fokus ja auf der Lovestory und hätte man ihr etwas mehr Zeit gelassen, wäre das Ergebnis so viel besser gewesen. Statt dem Geknutsche bei jeder Begegnung, wäre ein magischer Kuss so viel romantischer, der der Handlung einen richtig schönen Moment gegeben hätte.

Fazit

Eine schwache Lovestory, angesiedelt im fernen Japan, bei der das Romantische jedoch verloren gegangen ist. Patricia Rabs hatte hier eine süße Idee, konnte sie leider aber nicht mit Leben füllen. Das gewisse Etwas fehlt, weshalb der Griff zu anderen Liebesgeschichten ratsamer wäre.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.