Arglose Angst – Amy Crossing



Reihe: Raum 213 2
Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Loewe (10. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3785578728
Preis: EUR 7,95, als eBook 6,99
Come in: Bücherei

Inhalt
Jeder an der Earie High kennt den Raum 213 und die unheimlichen Geschichten, die ihn umgeben. Es heißt, er mache alle wahnsinnig, die ihn betreten. Madison kennt die Gerüchte, doch als sie zu einer exklusiven Party dorthin eingeladen wird, sind ihr alle Vorurteile dem Raum gegenüber egal, denn ihr Schwarm Elijah hat auch eine Einladung bekommen. Obwohl ihr Bruder versucht sie zu warnen, will Madison nicht davon hören. Doch was als nette Party beginnt, wird schon bald zum Alptraum und sie muss erkennen, dass manche Räume wirklich nicht betreten werden sollten.

Meine Meinung
An der Earie High gibt es den verbotenen Raum 213. Dort findet kein Unterricht statt, zumeist ist er sogar abgeschlossen, denn zu viele Gerüchte umfassen ihn. Der Raum, so heißt es, macht alle verrückt, die ihn betreten. Manche behaupten sogar, er hätte schon Leben gefordert.

Dass ausgerechnet in diesem Raum eine exklusive und geheime Party stattfinden soll, überrascht Madison, doch da die Einladung zur Verschwiegenheit verpflichtet, sagt sie niemandem etwas. Als sie zufällig mitbekommt, dass auch ihr Schwarm Elijah eine Einladung bekommen hat, wirft sie alle Zweifel über Bord und will um jeden Preis hin. Sie will Elijah für sich gewinnen, denn ihre Rivalin Trish wird auch kommen und sie will ihn auch.

Bereits der Eintritt in die Party wird zu einer wahren Herausforderung, denn die Schule wird ja am Abend abgeschlossen. In Grüppchen schleichen die Gäste herum, eher ihnen der Eintritt ermöglicht wird. So trifft Madison auf manche ihrer Mitschüler und wird überrascht, wer alles dabei ist. Eigentlich wollte ihr Bruder sie aufhalten, schließlich kennt er den Raum und hat bereits eigene Erfahrungen mit ihm gemacht, doch Madison hört nicht auf ihn.

Die Party ist schön und endlich hat sie die Chance Elijah näherzukommen. Alles läuft perfekt, bis ein Vorfall alles verändert. Plötzlich sind sie gefangen und Anschuldigungen werden ausgesprochen. Aus Angst werden Verdächtigungen gegeneinander gemacht und jeder beginnt in jedem den Feind zu sehen. Es beginnt ein Spiel mit der Psyche der Partygänger, bei dem es keine Gewinner geben kann.

Mit dem Alptraum der Kinder wird das Geheimnis um den Raum 213 weiter vertieft. So wie mit den Charakteren gespielt wird, so spielt die Autorin auch mit der Neugier der Leser. Es wird Verwirrung verbreitet, was die Spannung nur weiter steigert. Zusammen mit Madison ist man gezwungen sich zu fragen, was eigentlich los ist, denn nichts ergibt Sinn. Erst nach und nach fügen sie Puzzleteile zusammen, die schließlich offenbaren, was hinter der Party steckt. Gleichzeitig wird aber weiter das Mysterium um den Raum beibehalten, denn obwohl vieles sich schließlich auflöst, bleibt manches doch im Dunkeln verborgen.

Verbotenes zieht die Menschen an, denn ihre Neugier lässt sie oft über die Gefahr hinwegsehen. Anhand der Idee dieser Bücher wird dies nur all zu deutlich gemacht. In diesem Fall werden noch die verschiedensten Gefühle mit eingewoben, die die Handlung zusätzlich verstärken sollen. Obwohl die Autorin hier wunderbar die Spannung aufbaut und auch das Geheimnisvolle aufrechterhält, schwächelt das Gerüst ab einem bestimmten Punkt. Während zuvor alles super aufgebaut wurde, geht es zum Ende hin alles viel zu schnell. Mir kam es zu plötzlich, als Madison auf einmal alles durchschaut hatte und die Antworten auf ihre offenen Fragen sich praktisch vor ihren Augen selbst beantworteten.

Fazit
Was als schöne Party beginnt, entwickelt sich schon bald zu einem Alptraum für Madison und die anderen Gäste. Raum 213 lässt sie einen wahren Horror durchleben und zeigt auf, welche Bindungen tatsächlich zwischen ihnen bestehen. Geheimnisvoll, wirr und auf eine düstere Art spannend, kann die Handlung die Neugier ansprechen, aber nicht vollkommen überzeugen.

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