Wir sehen uns gestern – Tanja Voosen



eBook: 93 Seiten
Verlag: Carlsen bittersweet (14. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ASIN: B00QWVSI2I
Preis: EUR 1,49
Come in: Kauf

Inhalt
Schon lange träumt Mallory von einem eigenen Auto, doch irgendwie reicht das Geld einfach nicht. Als der Händler ihr auch noch eine Frist setzt und droht, das ins Auge gefasste Schätzchen zu verkaufen, muss zu drastischen Mitteln gegriffen werden. Mallory wendet sich also an ihre Großmutter, doch diese will ihr das benötigte Geld nur zu ihren Bedingungen geben. So soll Mallory den Dachboden aufräumen und sich trauen an einem Diary Slam teilnehmen. Obwohl es irgendwie peinlich ist vor Fremden aus ihrem alten Tagebuch zu lesen, bleibt ihr keine andere Wahl, schließlich wartet Leonard auf sie.

Meine Meinung
Ich wollte schon lange Mal etwas von Tanja Voosen lesen und da bot sich diese Kurzgeschichte perfekt an. Trotz weniger Seiten konnte man so ihren Schreibstil kennenlernen und auch ihre Art des Erzählens erfahren.

Die Geschichte dreht sich um die 18-jährige Mallory York, die sich ein Auto wünscht. Sie hat sich bereits eins ausgewählt uns es liebevoll Leonard getauft, nun muss sie nur noch das Geld für es zusammen bekommen. Genau hier gibt es aber Schwierigkeiten und als der Händler droht Leonard an jemand anderen zu verkaufen, gibt es nur noch einen Ausweg; Sie muss ihre Großmutter um Hilfe bitten. Diese hat aber ihre Bedingungen. So findet sich Mallory plötzlich bei einem Diary Slam wieder und trifft ausgerechnet auf Matt, den Neuen, mit dem sie bereits eine peinliche Situation verbindet. Ob das so eine gute Idee ist?

Mallory ist eine wirklich sympathische Protagonistin. Sie ist nicht perfekt, aber dadurch lebendig und normal. Mit einer Schwäche für Autos und den nötigen Kenntnissen, ist sie kein Girly, das nur auf ihr Äußeres achtet, doch gleichzeitig ist sie beliebt und organisiert. Tanja hat sie mit einem guten Charakter ausgestattet und ihr den nötigen Biss gegeben, um sich durchzusetzen. Gleichzeitig hat sie ihre mädchenhafte Seite betont, mit all den Unsicherheiten und Gefühlen gegenüber dem männlichen Geschlecht.

Natürlich wäre die Geschichte zu einfach, wenn es nur darum ginge, dass Mallory den Diary Slam macht und ihr Auto bekommt. Um es komplizierter zu machen, wurden eine Liebesgeschichte, Peinlichkeiten und Zickenterror eingebaut. Zudem wird auch Mallorys Familie eingebaut. Zwar blieb sie eher hintergründig, doch ihre Rolle war wichtig.

Das Ende ist etwas kitschig gewählt, erinnert aber perfekt an die typischen Teeniefilme. Trotz allem sind die Gefühle hier klar, definiert und stark zur Geltung gebracht. Sie tragen weniger zum Kitsch bei, als die Szenerie an sich.

Fazit
Eine süße, witzige und starke Kurzgeschichte, die Lust auf mehr macht. Nachdem ich nun Mallorys Liebesgeschichte genießen durfte, bin ich gespannt, was die Autorin sonst noch zu bieten hat.

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